Arbeitskreis Prävention

Was leistet der Arbeitskreis Prävention? Wer ist Mitglied?

Der Arbeitskreis Prävention (ehemals AK Gewaltprävention) arbeitet seit 2001 am Uetzer
Schulzentrum und hat sich zu einer schulformübergreifenden, handlungsorientierten
Plattform für zahlreiche Präventionsmaßnahmen und Projekte entwickelt. Hier werden für
das gesamte Schulzentrum Themen und Aufgaben gebündelt und koordiniert.
Mitglieder sind Lehrer, Elternvertreter und Schülervertreter der Hauptschule, der Realschule
und des Gymnasiums. Weiterhin Vertreter der Polizei Uetze und die Präventionsbeauftragte
der Polizeiinspektion Burgdorf, sowie Vertreter der Jugendpflege.
Vorsitzende des Arbeitskreises ist Frau Brigitte Waack, Lehrerin des Gymnasiums.

Ziele des Arbeitskreises sind:

- das soziale Miteinander am Schulzentrum zu verbessern

- ein positives Lernklima zu schaffen

- vorzubeugen gegen Gewalt, Drogenkonsum und Medienverwahrlosung

- Schülerinnen, Elternschaft, Lehrkräfte, Polizei und Jugendpflege einzubeziehen.

Bisher arbeitet der Arbeitskreis Prävention in sechs unterschiedlichen Aufgabenbereichen.
Diese bilden die notwendigen Bausteine gewaltpräventiver Arbeit am Schulzentrum Uetze:


1.
Die sog. „Busbegleiterausbildung" wird in Kooperation mit RegioBus seit mittlerweile 3
Jahren durchgeführt; ca. 60 SchülerInnen wurden bisher ausgebildet. SchülerInnen der 8.
Klassen aller 4 Schulformen werden ausgebildet in den Bussen als Busbegleiter präsent zu
sein und gegebenenfalls bei Vorkommnissen einzuschreiten.
Die Ausbildung findet seit diesem Schuljahr in 3 Schritten statt. In der ersten Ausbildungs-
phase werden Grundkenntnisse im Bereich Sozialkompetenz, Konfliktschlichtung und
Inhalte des Selbstbehauptungstrainings vermittelt. Im 2. Schritt erhalten die Schülerinnen
und Schüler eine umfassende Einführung und Ausbildung für ihre spätere Arbeit im Bus
durch zwei Trainer von RegioBus. Und als 3. Schritt folgen monatliche Reflexionstreffen
in der Schule.

 

2.
Das Thema „Soziales Lernen" wurde als verbindlicher Bildungsbaustein an allen drei
Schulformen für jeweils die fünften und sechsten Klassen implementiert.
Um alle Maßnahmen zum Thema Gewaltprävention sinnvoll umzusetzen, bedarf es einer
Grundsozialisation bei den Schülerinnen und Schülern zu diesem Thema.

 

3.
Schulformübergreifende Lehrerfortbildungen zu Themen wie Soziales Lernen,
Gewaltprävention, Konfliktmanagement oder Krisenintervention wurden initiiert.

 

4.
Verbindliche, gemeinsame Verhaltensregeln für das gesamte Schulzentrum wurden in
einem fast zweijährigen Abstimmungsprozess erarbeitet.

 

5.
Als ein thematischer Dauerbrenner begleitet die oftmals gefährliche und konfliktauslösende
Situation des Buseinstiegs den Arbeitskreis. Hier wurden Anträge und Konzepte an
Schulleitungen und Gesamtkonferenzen weitergeleitet.

 

 6.
Die Kooperation mit der Jugendpflege spiegelt sich auch wider in Sonderveranstaltungen
wie den beiden großen Ausstellungen „Erleben ohne Drogen" oder „Anders?- Cool!", der
gemeinsamen Veranstaltung eines Schulfestes oder den jährlichen Mitternachts-Soccer-
Turnieren.
Der Arbeitskreis Prävention hält es für notwendig, für die Eltern von Hauptschule, Realschule
und Gymnasium regelmäßig thematische Elternabende anzubieten. Um interessante
Referenten einladen zu können, brauchen wir u.a. die Ausstattung mit Fördermitteln.
Eltern sind wichtige Bündnispartner, wenn es darum geht, das soziale Miteinander am
Schulzentrum zu verbessern und Präventionsmaßnahmen durchzuführen. Bisher hat es
Infoveranstaltungen zu Themen wie Drogenkonsum, Medienkompetenz oder über das
Elternbildungsprogramm „Starke Eltern - Starke Kinder" des Kinderschutzbundes gegeben.
Die Rückmeldungen aus den Reihen der Elternschaft machen deutlich, dass es eine
Nachfrage nach Angeboten zur Information und zur Stärkung erzieherischer Kompetenzen
gibt.